Alternativer Projektraum Königs Wusterhausen (APR KW) http://aprkw.blogsport.de Mon, 31 Oct 2016 19:55:29 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Veranstaltungshinweis „Oury Jalloh: Das war Mord.“ http://aprkw.blogsport.de/2016/10/31/veranstaltungshinweis-oury-jalloh-das-war-mord/ http://aprkw.blogsport.de/2016/10/31/veranstaltungshinweis-oury-jalloh-das-war-mord/#comments Mon, 31 Oct 2016 19:55:29 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://aprkw.blogsport.de/2016/10/31/veranstaltungshinweis-oury-jalloh-das-war-mord/ Hallo, an alle Leserinnen und Leser,

wir möchten an dieser Stelle auf eine Informationsveranstaltung der Roten Hilfe KW anläßlich des 12. Todetages von Oury Jalloh, der in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt ist, hinweisen.

Wir laden Euch herzlich ein.

Hier der Veranstaltungstext:

Am 7. Januar 2017 jährt sich nun zum 12. Mal der Mord von Oury Jalloh durch einen Brand in einer Dessauer Polizeizelle.
Seit Jahren kämpfen die Aktivistinnen und Aktivisten der Kampagne „Break the silence!“ nun bereits beharrlich und
unbeirrt gegen die Vertuschung und Verschleierung durch staatliche Behörden; und damit auch gegen Repression,
Polizeigewalt und rechte Umtriebe im Staat insgesamt!
Ein/e Vertreter/in der Initiative wird auf unserer Veranstaltung über die aktuelle Situation berichten, den
neusten Aktivitäten zur Verschleierung und Verharmlosung durch die Repressionsbehörden – sowie – natürlich über die
geplanten Aktivitäten zum 12. Jahrestag!

Soli-Getränke & Imbiss gegen Spende!

Wann ? Freitag, 11.November um 18:00 Uhr
Wo ? Erich Kästner-Straße 12, 15711 Königs Wusterhausen
(Saal Erdgeschos)

Veranstalter:
Rote Hilfe e.V.
OG Königs Wusterhausen

in Zusammenarbeit mit dem APR KW

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Esther Bejarano & Microphone Mafia – Konzert in KW http://aprkw.blogsport.de/2016/04/24/esther-bejarano-microphone-mafia-konzert-in-kw/ http://aprkw.blogsport.de/2016/04/24/esther-bejarano-microphone-mafia-konzert-in-kw/#comments Sun, 24 Apr 2016 08:00:36 +0000 Administrator Allgemein http://aprkw.blogsport.de/2016/04/24/esther-bejarano-microphone-mafia-konzert-in-kw/ Esther Bejarano und die Microphone Mafia geben am 27.04.2016 um 19:00 Uhr im Friedrich-Schiller-Gymnasium , Schillerstraße 5 in Königs Wusterhausen ein gemeinsames Konzert mit dem Chor des Friedrich-Schiller Gymnasiums.

Infos zur Microphone Mafia gibt es hier:
Weitere Termine hier:

„Das Bedeutsamste und Kostbarste aus deutscher Geschichte ist und bleibt der antifaschistische Widerstand.
Der Nazihölle entronnen, dem sogenannten „Tausendjährigen Reich“, das für uns tatsächlich wie tausend Jahre war, jede Stunde, jeden Tag den Tod vor Augen“
Esther Bejarano

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Einladung zu Podiumdiskussion Thema: Krieg, Flucht, Repression http://aprkw.blogsport.de/2016/01/07/einladung-zu-podiumdiskussion-thema-krieg-flucht-repression/ http://aprkw.blogsport.de/2016/01/07/einladung-zu-podiumdiskussion-thema-krieg-flucht-repression/#comments Thu, 07 Jan 2016 19:51:48 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://aprkw.blogsport.de/2016/01/07/einladung-zu-podiumdiskussion-thema-krieg-flucht-repression/ Veranstalungstipp:

Krieg, Flucht, Repression. Benefiz und dann?

Als Referent_innen diskutierten u.a:
Said Dudin * Syrischer Schriftsteller, Journalist
Evelin Piétza * Friedensaktivistin und Journalistin
Mario Berrios Miranda * DKP Brandenburg
Bundesvorstand Roten Hilfe e.V. * angefragt

Wann: 04.03.2016 um 18:00 Uhr
Wo: Fürstenwalder Hof * Saal Berlin * Am Kaiserhof * Fürstenwalde

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Veranstalter: DKP OG Fürstenwlde und Rote Hilfe KW

Hier noch der Flyer zum runterlden und verteilen: Flyer2015-03-04

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Montag, 9.3. 17:00 Uhr – Gegenkundgebungen gegen BRAMM-Aufmarsch in Königs Wusterhausen http://aprkw.blogsport.de/2015/03/08/montag-9-3-1700-uhr-gegenkundgebungen-gegen-bramm-aufmarsch-in-koenigs-wusterhausen/ http://aprkw.blogsport.de/2015/03/08/montag-9-3-1700-uhr-gegenkundgebungen-gegen-bramm-aufmarsch-in-koenigs-wusterhausen/#comments Sun, 08 Mar 2015 08:50:56 +0000 Administrator Allgemein http://aprkw.blogsport.de/2015/03/08/montag-9-3-1700-uhr-gegenkundgebungen-gegen-bramm-aufmarsch-in-koenigs-wusterhausen/ Montag, 09. März 17.00 Uhr
Keinen Fussbreit den Faschisten!

Kommt alle!
Gegenkundgebungen gegen BraMM-Aufmartsch in KW:
Bahnhofstraße/Friedrich-Engels-Straße, Erich-Kästner-Straße/Cottbuser Straße

Wer Rassismus Krieg Sozial- und Demokratieabbau sät, erntet PEGIDA

Seit mehreren Wochen versuchen alte und neue Faschisten mit BraMM (Brandenburger für Meinungsfreiheit &Mitbestimmung), eine Neuauflage von PEGIDA auf Rundreise durch Brandenburg zu schicken.

Die Faschisten präsentieren sich vielerorts als „Kämpfer für Arbeitsplätze“ und als Vertreter der „Verlierer“ dieser Gesellschaft.
Gezielt treten sie jetzt wieder als scheinbar „nette Nazis“ in Erscheinung. Dabei greifen sie soziale Forderungen auf und nutzen sie für ihre alte,
braune Ideologie: Schuldzuweisungen an Ausländer und Parolen vom „nationalen Sozialismus“ – mehr haben sie nicht zu bieten.
Durch scharfe Kritik wird der Eindruck erzeugt, hier sei eine besonders radikale Opposition am Werk.
Tatsächlich bieten sie nichts weiter als dumpfe, braune Demagogie und Gewalt gegen Schwächere.

Doch wer trägt die Verantwortung für diese Entwicklung, die für alle Demokraten alarmierend sein muss?
Unmittelbar sicherlich die Organisatoren der Demonstrationen um das sogenannte „PEGIDA“-Netzwerk und die Vertreter der „Alternative für Deutschland“, die versuchen, sich zum Sprachrohr dieses Protestes aufzuschwingen.

Seinen Teil der Verantwortung trägt auch jeder Bürger, der sich in diese Kunddiesem Land lebenden Menschen tiefer werden.

Doch bei alledem ist es entscheidend, die Hauptverantwortlichen zu benennen:
Die herrschenden Politiker. Sie tragen die Verantwortung: Für die Abwälzung der Krisenlasten auf breite Bevölkerungsteile, durch Agenda 2010 und
Hartz IV. Diese und andere Sozialraubzüge haben dazu geführt, dass mittlerweile jeder Fünfte in Deutschland als arm gilt. Diese Angriffe auf soziale Errungenschaften haben berechtigte Existenzängste in der Bevölkerung erzeugt, die jetzt ihren reaktionären Ausdruck in den Mobilisierungen faschistischer
Rattenfänger finden.
Deutliche Signale gegen BraMM erhielten die Faschisten bereits vielerorts in Brandenburg. Königs Wusterhausen soll dem in nichts nachstehen.
Wenn Stadt und Politik sich nicht darum kümmern, stellen wir uns quer!

Kommt alle! Keinen Fusssbreit den Faschisten!

Vollständiger Aufruf zum Herunterladen und verteilen:

Gegenkundgebung

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KW: 11.02.15 // 18:30 Uhr – Europaweite Filmpremiere „Wer rettet wen?“ http://aprkw.blogsport.de/2015/01/21/europaweiet-filmpremiere-auch-in-kw/ http://aprkw.blogsport.de/2015/01/21/europaweiet-filmpremiere-auch-in-kw/#comments Wed, 21 Jan 2015 20:41:04 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://aprkw.blogsport.de/2015/01/21/europaweiet-filmpremiere-auch-in-kw/ Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit. Eine internationale Koproduktion der Kernfilm von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 2015, 104 Minuten.

Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht.

Der Film „Wer Rettet Wen“ zeigt, wer dabei wirklich gerettet wird: Nie ging es um die Rettung der Griechen, nie um die der Spanier oder Portugiesen. Stets geht es nur um das Wohl der Hauptverdiener an diesen Krisen: den dort mit hochriskanten Spekulationen engagierten Banken.

Uns Steuerzahlern und sozial Benachteiligten hingegen werden bis heute alle milliardenschweren Risiken zugemutet! Für große Banken ist die Finanzkrise dagegen vor allem ein Geschäftsmodell!

Der Brandenburgische FREIdenkerverband, das Sozialforum Königs Wusterhausen, der Alternative Projektraum Königs Wusterhausen und die Naturfreunde laden – Zeitgleich zur Europapremiere des Films Wer rettet Wen? – auch in Königs Wusterhausen zur Filmvorführung mit anschließender Diskussion mit dem Ökonomen Dr. Klaus Blessing ein.

11. Februar 2015 um 18:30 Uhr // Saal der Stadtverwaltung, Karl-Marx-Straße 23, Königs Wusterhausen // Eintritt frei (Spenden sind natürlich gerne erwünscht)

* Wer sich näher über den Film informieren möchte, der kann das Pressedossier lesen.

* Ihr könnt Euch auch den Veranstaltungsflyer ausdrucken und verteilen!
Flyer-Kurzversion
Flyer Langversion

* Aktionsseite der Filmemacher:

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Dokumentiert: Rote Hilfe KW – Antwort zum Artikel über die Rote Hilfe in der Links an der Dahme (LiDa) http://aprkw.blogsport.de/2014/12/30/dokumentiert-rote-hilfe-kw-antwort-zum-artikel-ueber-die-rote-hilfe-in-der-links-an-der-dahme-lida/ http://aprkw.blogsport.de/2014/12/30/dokumentiert-rote-hilfe-kw-antwort-zum-artikel-ueber-die-rote-hilfe-in-der-links-an-der-dahme-lida/#comments Tue, 30 Dec 2014 17:51:10 +0000 Administrator Allgemein http://aprkw.blogsport.de/2014/12/30/dokumentiert-rote-hilfe-kw-antwort-zum-artikel-ueber-die-rote-hilfe-in-der-links-an-der-dahme-lida/ Von: Rote Hilfe Ortsgruppe Königs Wusterhausen

Wir möchten Jutta Vogel auf diesem Wege für Ihren Artikel in der „Links an der Dahme“ (LiDa) diesen Jahres zur historischen Roten Hilfe und ihrer Vorsitzenden Clara Zetkin auf der einen und der Vorstellung der Roten Hilfe e.V. auf der anderen Seite danken!

Wir hätten uns natürlich gefreut, wenn wir bereits im Vorfeld zur Roten Hilfe angefragt worden wären, haben aber Verständnis für den sicherlich vorhandenen journalistischen Zeit-Druck. Die Gelegenheit nutzend möchten wir hiermit einige Daten aktualisieren und die Leser und Leserinnen der „Links an der Dahme“ einladen.

Als Erstes sollten vielleicht einige aktuelle Zahlen angemerkt werden: Mitte 2014 sind bereits fast 7.000 Menschen Mitglied in der Roten Hilfe e.V. – Tendenz steigend! In Brandenburg existieren dabei bereits 5 Ortsgruppen, die vor Ort und darüber hinaus natürlich in den bundesweiten Strukturen aktiv sind.

Wir organisieren auch hier vor Ort in erster Linie Solidarität für lokale Antifaschistinnen, für Kapitalismusgegner und Genossinnen und Genossen, die sich Militarismus und Krieg zur Wehr setzen – kurzum für linke Aktivistinnen und Aktivsten aus allen Teilbereichen. Dies reicht von Beratung, Vorbereitung von Prozessen und Prozessbeobachtung bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit und natürlich der finanziellen Unterstützung.

Aber auch überregionale und bundesweite Kampagnen, von denen die kontinuierliche Aussageverweigerungskampagne sicherlich am bekanntesten sein dürfte, sind Teil unserer Arbeit. Daneben informieren wir über Veranstaltungen und Stände bei Kundgebungen über den deutschen Repressionsapparat und natürlich über unsere Solidarität und unseren Widerstand dagegen.

Wir möchten natürlich auch die Leserinnen und Leser der „Links an der Dahme“ zu einer unserer nächsten Veranstaltungen einladen. Bitte schreibt uns einfach eine Mail an kw@rote-hilfe.de. Stärkt die Rote Hilfe e.V. – werdet Mitglied!

Rote Hilfe e.V. OG Königs Wusterhausen / Dezember 2014

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Dokumentiert: KWer Neonazi in Sportverein in Königs Wusterhausen http://aprkw.blogsport.de/2014/12/26/dokumentiert-kwer-neonazi-in-sportverein-in-koenigs-wusterhausen/ http://aprkw.blogsport.de/2014/12/26/dokumentiert-kwer-neonazi-in-sportverein-in-koenigs-wusterhausen/#comments Fri, 26 Dec 2014 12:51:57 +0000 Administrator Allgemein http://aprkw.blogsport.de/2014/12/26/dokumentiert-kwer-neonazi-in-sportverein-in-koenigs-wusterhausen/ Von: [recherche&aktion] // Veröffentlicht als: [Königs Wusterhausen] Neonazis unterwandern Sportverein – Mike Turau: Neonazis unterwandern Sportverein in Königs Wusterhausen über Indymedia Linksunten

Nach uns vor­lie­genden Infor­ma­tionen trai­niert Mike Turau die 2. E-Jugend des Königs Wus­ter­hau­sener Tra­di­ti­ons­ver­eins SC-Blau Weiss Schen­ken­dorf 1931 e.V. Der bran­den­bur­gi­sche Sport­verein beschäf­tigt damit einen lang­jährig aktiven Neo­nazi in der Kinder– und Jugend­ar­beit. Der Unter­wan­de­rung von Sport­ver­einen und Zivil­ge­sell­schaft durch Neo­nazis muss eine klare Absage erteilt werden.

Von „United Skins“ zu den „Freien Kräften“
Der in Königs Wus­ter­hausen (KW) wohn­hafte Mike Turau ist kein unbe­schrie­benes Blatt, son­dern seit vielen Jahren für sein neo­na­zis­ti­sches Enga­ge­ment stadt­be­kannt. Bereits um das Jahr 2000 war er der KWer Neo­na­zi­ka­me­rad­schaft „United Skins“ zuzu­ordnen, die ihrer­seits für Angriffe auf alter­na­tive Jugend­liche, Migrant_innen und Obdach­lose ver­ant­wort­lich gemacht wurde. [1]

Als im Sommer des selben Jahres Carsten Szc­ze­panski, Draht­zieher der lokalen Kame­rad­schafts­szene, als V-Mann des bran­den­bur­gi­schen Ver­fas­sungs­schutzes ent­tarnt wurde, rea­gierte die Szene in KW und Umge­bung mit einigen Jahren der orga­ni­sa­to­ri­schen Schwäche. Aller­dings sollte dies nicht dar­über hinweg täu­schen, dass es in der Region auch in den Fol­ge­jahren noch zu einigen Auf­sehen erre­genden Gewalt­taten kam: Hier seien unter anderem die Molo­to­v­cock­tail­würfe auf ein Roma­l­ager und das anti­fa­schis­ti­sche Fes­tival „Le Monde et a nous“ im Jahre 2001, der Brand­an­schlag auf das Auto eines Poli­zisten und eine, eben­falls im Jahr 2005 durch einen Neo­nazi ver­übte Attacke mit einer abge­bro­chenen Glas­fla­sche auf einen jungen Punk zu nennen. Es sollte klar sein, dass Neo­nazis keine festen Orga­ni­sa­ti­ons­struk­turen benö­tigen, um ihr men­schen­ver­ach­tendes Welt­bild in die Tat umzu­setzen, auch wenn staat­liche Behörden die Gefahr, die von unor­ga­ni­sierten Neo­nazis aus­geht, oft­mals baga­tel­li­sieren.

Exkurs: Ver­fas­sungs­schutz auf­ge­flogen
Als der Fall des V-Mann „Piatto“ im Jahr 2000 öffent­lich wurde, zeigte sich der Fata­lismus des bun­des­deut­schen V-Mann-Wesens in aller Deut­lich­keit. Mit der Ent­tar­nung von Carsten Szc­ze­panski als V-Mann „Piatto“ des Bran­den­bur­gi­schen Ver­fas­sungs­schutzes wurde offen­sicht­lich, dass der Geheim­dienst jah­re­lang seine schüt­zende Hand über einen der regio­nalen Draht­zieher der bran­den­bur­gi­schen Neo­na­zi­szene gehalten hatte. Obwohl gegen ihn damals schon u.a. ein Ver­fahren wegen Grün­dung einer ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung lief und er wegen eines ras­sis­ti­schen Mord­ver­suchs in Unter­su­chungs­haft saß, sorgte der Ver­fas­sungs­schutz für seine vor­zei­tige Haft­ent­las­sung und unter­nahm nichts, als dieser wei­tere mili­tante Neo­na­zi­struk­turen auf­baute. „Piatto“ hin­gegen erhielt Haft­er­leich­te­rungen, finan­zi­elle Zuwen­dungen in Höhe von 70.000 Mark und behörd­liche Rücken­de­ckung. Folg­lich reor­ga­ni­sierte er die lokalen Struk­turen der NPD, gab noch aus der Haft ein Fan­zine der mili­tanten Neo­na­zi­szene heraus, ver­an­stal­tete Blood&Honour-Konzerte und han­delte, wie nach seiner Ent­tar­nung hochkam, auch noch mit Waffen.

Im Jahr 2005 gehörte Turau schließ­lich zu einem neu gegrün­deten, losen und haupt­säch­lich durch Freund­schaften getra­genen Netz­werk von etwa 15 Neo­nazis aus KW und Umge­bung [2], die erneut in die Öffent­lich­keit traten: die „AG_KWh“. Neben der gemein­samen Teil­nahme an Auf­mär­schen unter­hielt man schon zu jener Zeit enge Kon­takte nach Berlin, ins­be­son­dere zu Mit­glie­dern der frisch ver­bo­tenen „Ber­liner Alter­na­tive Süd-Ost“ (BASO) und „Kame­rad­schaft Tor“ (KS-Tor) [3]. Dabei han­delte es sich um Struk­turen, die später über­wie­gend im Ber­liner Neonazi-Netzwerk „Natio­naler Wider­stand Berlin“ (NW-Berlin) auf­gehen sollten, zu dem Turau auch heute noch enge Kon­takte pflegt.

2006 ver­fes­tigte sich die Struktur der KWer Neo­nazis unter dem Label „Freie Kräfte Königs Wus­ter­hausen“ (FK-KWh). Neben Mike Turau und anderen, gehörte fortan auch ein gewisser Ronny Grunow zu den Aktiven [4]. Auf den Bestat­tungs­un­ter­nehmer aus dem Orts­teil Mit­ten­walde, soll im Text später noch ein­ge­gangen werden.

Anfangs mit Sprü­he­reien im Stadt­ge­biet und durch gemein­same Auf­tritten bei Neo­na­zi­auf­mär­schen, machten die FK-KWh bald auch durch Ein­schüch­te­rungs­ver­suche und offen­sicht­liche Gewalt­be­reit­schaft auf sich auf­merksam. So ver­suchten zehn Neo­nazis aus dem Umfeld der FK-KWh am Abend des 25. Mai 2007 ein Punk­kon­zert KWer Stadt­ju­gend­ring anzu­greifen. Nach einem ersten Angriffs­ver­such, bei dem Wurf­ge­schosse in Rich­tung des Ver­an­stal­tungs­ortes geworfen wurden, folgte nach einer halben Stunde ein wei­terer, der jedoch abge­wehrt werden konnte. Neben dem Königs Wus­ter­hau­sener NPD-Vorsitzenden Michael Thal­heim, der auf dem Rückzug den Hit­ler­gruß zeigte, wurde in dem Parolen rufenden Mob auch Mike Turau iden­ti­fi­ziert. [5]

Am 11. August 2008 ver­folgte Mike Turau, in Beglei­tung von Ben­jamin Weise, der im selben Jahr im Land­kreis für die NPD kan­di­dierte, drei Antifaschist_innen in ihrem PKW durch KW. An einer Ampel ver­suchten die beiden Neo­nazis die Scheiben des PKW mit Tele­skop­schlag­stö­cken ein­zu­schlagen. Nur durch schnelle Flucht gelang es den Ange­grif­fenen eine wei­tere Eska­la­tion zu ver­meiden. [6]

Zur glei­chen Zeit inten­si­vierten die FK-KWh ihre Teil­nahme an über­re­gio­nalen Auf­mär­schen, wie z.B. am 1. Mai 2008 in Ham­burg oder am 23. August des selben Jahres in Qued­lin­burg (Sachsen-Anhalt). Auch eigene Ver­samm­lungen wurden orga­ni­siert, so z.B. am 21. August 2008 in KW. Am 24. Januar 2009 hielt Turau auf einem Auf­marsch Freier Kame­rad­schaften in Brandenburg/Havel einen Rede­bei­trag der FK-KWh. The­ma­tisch hetzte er gegen „Linke“, sowie das „raf­fende“ und „hei­mat­zer­stö­rende“ Kapital.

Nur drei Tage später, am 27. Januar 2009, dem Jah­restag der Befreiung des KZ Ausch­witz, ver­suchten sechs Neo­nazis aus dem Umfeld der FK-KWh eine Gedenk­ver­an­stal­tung an die Opfer des Faschismus in Königs Wus­ter­hausen zu stören. Wäh­rend ein Teil der Gruppe rechte Parolen rief, ver­suchte Mike Turau die Teilnehmer_innen der Gedenk­ver­an­stal­tung abzu­fo­to­gra­fieren. [7] Turaus anhal­tende Anti-Antifa-Tätigkeit brachte ihm im Jahre 2013 eine Bewäh­rungs­strafe ein. Nach drei Ver­hand­lungs­tagen sah es das Amts­ge­richt Königs Wus­ter­hausen als erwiesen an, dass Turau am 18. Sep­tember 2010 einen freien Jour­na­listen in Berlin-Schöneweide abfo­to­gra­fiert und dessen Por­trait anschlie­ßend auf der Inter­net­seite der FK-KWh ver­öf­fent­licht hatte. Der­ar­tige „Anti-Antifa“-Tätigkeiten stellen für Neo­nazis keinen Selbst­zweck dar, viel­mehr sind sie Mittel zur Ein­schüch­te­rung und Vor­be­rei­tung von Gewalt­taten gegen­über ver­meint­li­chen und tat­säch­li­chen poli­ti­sche Gegner_innen.

Anbin­dung an die Ber­liner Neo­na­zi­szene
Spä­tes­tens seit 2011 über­nimmt Turau zuneh­mend logis­ti­sche Auf­gaben auf Ver­an­stal­tungen des Ber­liner Neo­na­zi­netz­werks NW-Berlin, in enger Ver­flech­tung mit der Ber­liner NPD. Neben Anti-Antifa-Aktivitäten und Ord­ner­diensten auf Kund­ge­bungen und Par­tei­tagen, tritt Turau mitt­ler­weile regel­mäßig als Fahrer des Laut­spre­cher­wa­gens der Ber­liner NPD in Erschei­nung.

Am 14. Mai 2011, ver­suchte der NW-Berlin im Zuge seiner „Aus­länder raus!“-Kampagne einen Auf­marsch in Berlin-Kreuzberg durch­zu­führen. Noch im U-Bahnhof ver­an­stalten die Neo­nazis eine Hetz­jagd auf Migrant_innen. Wenig später atta­ckierten sie unter den Augen der Polizei eine kleine Gruppe an Gegendemonstrant_innen. Mike Turau befand sich unter den 120 Neo­nazis, die kon­spi­rativ aus dem gesamten Bun­des­ge­biet ange­reist waren. Drei Monate später, am 13. August, fuhr Mike Turau den Laut­spre­cher­wagen wäh­rend einer NPD-Kundgebung in Berlin-Prenzlauer Berg. Das gleiche Bild gab es am 17. Juni 2012 wäh­rend einer NPD-Kundgebung in Berlin-Friedrichshain.

In seiner Funk­tion als Ordner bei einer NPD-Saalveranstaltung Berlin-Gropiusstadt, bedrohte er am 16. Februar 2013 anwe­sende Pressevertreter_innen ohne, dass die Polizei ein­griff. Am 14. April 2013 gehörte Mike Turau zum Kreise von acht NPD’ler_innen, die in Berlin-Tiergarten mit Mega­phon und einem Trans­pa­rent eine Kleinst-Kundgebung abhielten. Die Reden hielten die NPD-Funktionär_innen Maria Fank und Andreas Storr. Auf einer Kund­ge­bung am 8. Mai 2013 in Berlin-Karlshorst küm­merte sich Turau gemeinsam mit NPD-Landeschef Sebas­tian Schmidtke um den Aufbau der Technik, anschlie­ßend nahm er an einer NPD-Kundgebung in Königs Wus­ter­hausen teil. Wäh­rend einer NPD-Kundgebungstour am 13. Juli 2013 war Turau in Hel­lers­dorf, Rei­ni­cken­dorf, Spandau und Mari­en­fehle als Ordner tätig.

Wäh­rend einer NPD-Kundgebung am 20. August 2013 in Berlin-Hellersdorf atta­ckierte Turau in seiner Funk­tion als Ordner eine Repor­terin des Ber­liner Kuriers, außerdem steu­erte er den NPD-eigenen Laut­spre­cher­wagen. Das gegen ihn ein­ge­lei­tete Ver­fahren wegen Kör­per­ver­let­zung dauert der­zeit noch an. Gemeinsam mit dem eben­falls in KW ansäs­sigen Ben­jamin Weise trat er am 22. Dezember 2013 als Anmelder einer Demonstration gegen eine Notunterkunft im brandenburgischen Bestensee in Erscheinung. Am 8. Februar 2014 trat das selbe Gespann mit weiteren bekannten Berliner Neonaziaktivist_innen während einer weiteren NPD-Kundgebungstour durch Berlin im Orderdienst auf.

Jugend­trainer beim SC-Blau Weiss Schen­ken­dorf
Mit Mike Turau beschäf­tigt der Königs Wus­ter­hau­sener Fuß­ball­verein „SC-Blau Weiss Schen­ken­dorf 1931 e.V.“ einen lang­jäh­rigen und stadt­be­kannten Neo­nazi im Bereich der Kinder– und Jugend­ar­beit mit Sechs– bis Zehn­jäh­rigen. Ein PDF-Dokument des Ver­eins („Stand: 04.11.2014“) zeigt, dass Mike Turau min­des­tens seit November 2014 als offi­zi­eller Trainer in Erschei­nung tritt. Auch bei der Wahl der Sponsor_innen hat man bei dem bran­den­bur­gi­schen Sport­verein offenbar kei­nerlei Berüh­rungs­ängste. So tritt u.a. das Bestat­tungs­haus Grunow als offi­zi­eller Spon­so­ring­partner des Ver­eins in Erschei­nung.

„Bestat­tungs­haus Grunow“, Sponsor mit frag­wür­diger Vor­ge­schichte
Der an vor­her­ge­hender Stelle bereits erwähnte Inhaber Ronny Grunow trat spä­tes­tens ab 2008 öffent­lich als aktives Mit­glied der FK-KWh in Erschei­nung, was ihm sei­ner­zeit eine Erwäh­nung in der anti­fa­schis­ti­schen Recher­che­zeit­schrift „Fight Back“ ein­brachte. [8]

Grunow war nicht nur regel­mäßig mit Mike Turau und wei­teren KWer Neo­nazis auf Nazi-Aufmärschen unter­wegs. Im April 2008 betei­ligte er sich an einer gewalt­tä­tigen Ein­schüch­te­rungs­ak­tion gegen­über einem Anti­fa­schisten im KWer Orts­teil Zerns­dorf. Zuerst ver­teilten Grunow und wei­tere Neo­nazis dif­fa­mie­rende Flug­blätter in der Nach­bar­schaft. Anschlie­ßend suchten sie dessen Grund­stück auf, beschossen es mit Signal­mu­ni­tion und ver­suchten unter Rufen wie „Jetzt bist du dran!“ zum Haus vor­zu­dringen. Glück­li­cher Weise schei­terten sie am Hoftor und der Gegen­wehr des Betrof­fenen. Noch bevor sie ihren Angriff been­deten, zog einer der Neo­nazis eine Gas­pis­tole und schoss aus nächster Nähe in Rich­tung des Ange­grif­fenen. [9]

Auch wenn die letzten doku­men­tierten Akti­vi­täten Gru­nows bereits einige Jahre zurück liegen, scheint er sich bis heute nicht vom brauen Milieu gelöst zu haben. In der Facebook-Freundesliste Gru­nows finden sich heute dut­zende offen auf­tre­tende Neo­nazis. Unter den Pro­filen mit offenen Bekennt­nissen zu neo­na­zis­ti­schen Gruppen wie der Nazi­cliuqe „Aryan Blood Bro­thers Bran­den­burg“, soge­nannten Nein-zum-Heim-Initiativen und den „Freie Natio­na­listen“, finden sich auch Pro­file von Mitte der 2000er Jahre nament­lich bekannt gewor­denen Akti­visten der AG– bzw. FK-KWh, wie z.B. Thomas Heuchler und Daniel Mantai wieder, die ihre rechte Gesin­nung auch 2014 noch offen zur Schau stellen.

„Brown­town“ Königs Wus­ter­hausen, ein blinder Fleck?
Seit Anfang der 1990er Jahre genießt die 35.000-Einwohner_innenstadt süd­öst­lich von Berlin ver­dien­ter­maßen den Ruf eines „Brown­towns“, eines Rück­zugs­raums für Neo­nazis. Wie aus­zugs­weise geschil­dert, konnte sich in der Region eine aktive Neo­na­zi­szene über Jahre hinweg weit­ge­hend unge­hin­dert ent­falten. Neben der schüt­zenden Rolle des Staates, dessen V-Mann Carsten Szc­ze­panski durch die 1990er Jahre hin­durch beim Ausbau der Szene eine beson­ders unrühm­liche Rolle spielte, konnten sich die domi­nant auf­tre­tenden Neo­nazis auch auf die Igno­ranz und die stille Dul­dung weiter Teile der KWer Zivil­ge­sell­schaft ver­lassen. Wenn sich über­haupt Wider­spruch regte, schwang nicht selten schon eine gehö­rige Por­tion Angst um den Standort, um „den Ruf der Stadt“ mit. In den sel­tensten Fällen aber eine fun­dierte anti­fa­schis­ti­sche Hal­tung, die sich nicht in kurz­wei­liger Sym­bol­po­litik erschöpfte. Gab es bis Ende der 2000er Jahre noch anti­fa­schis­tisch aktive Gruppen und Ein­zel­per­sonen, denen es von Zeit zu Zeit erfolg­reich gelang, ein Schlag­licht auf die Akti­vi­täten der rechten Szene in und um KW und den vor­herr­schenden gesell­schaft­li­chen Kon­sens zu rich­teten, so scheint es mitt­ler­weile, dass die Region seit dem Weg­bre­chen dieser Struk­turen ein weit­ge­hend blinder Fleck geworden ist.

Dabei zeigt nicht erst, dass wie im Fall von Mike Turau ein lang­jäh­riger und stadt­be­kannter Neo­nazi in einem Sport­verein auf Kinder los­ge­lassen wird, dass die Beschäf­ti­gung mit der Region noch immer ange­bracht ist. Auch der Zuzug einer Reihe von Neo­nazis wie René Bethage (ex– BASO) und Andreas Thomä (NW-Berlin) nach KW, das KWer Nazi-Modelabel „Erik and Sons“, die Zusam­men­ar­beit von KWer Neo­nazis wie Mike Turau, Manuel Arnold und Ben­jamin Weise mit Ber­liner Struk­turen und die noch immer regen Akti­vi­täten von NPD Dah­me­land, Freien Kräften und anderen Neo­na­zi­zu­sam­men­schlüssen in der Region, sollten von Antifaschist_innen nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Zu erst veröffentlicht auf: Indymedia Linksunten, 21.12.2014.

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Chili con Kino http://aprkw.blogsport.de/2014/04/09/chili-con-kino/ http://aprkw.blogsport.de/2014/04/09/chili-con-kino/#comments Wed, 09 Apr 2014 19:02:35 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://aprkw.blogsport.de/2014/04/09/chili-con-kino/ Gemeinsam mit dem Sozialforum und der Roten Hilfe führen wir die Reihe Chili con Kino fort.
Wir zeigen am
Freitag, dem 9. Mai 2014 um 18:00 Uhr die Dokumentarfilme:

Die Kinder von Fukushima
&
Die Fukushima-Lüge

Imbiss * Film * Diskussion
Eintritt frei, Spenden erwünscht

Am 17. Juni 2013 waren drei Vertreter aus Japan in Königs Wusterhausen zu Gast und haben von ihrem Kampf gegen die Atomlobby und die Behörden berichtet. Wir bleiben mit ihnen verbunden und zeigen, 3 Jahre nach der Katastrophe, zwei Dokumentarfilme:

Die Kinder von Fukushima
Die Kinder haben Ihr zu Hause verloren. Sie dürfen nicht mehr in der Natur spielen, denn die Natur kann nicht dekontaminiert werden. Der Film zeigt, wie sich die Kinder in ihr Schicksal fügen.

Die Fukushima-Lüge
Der Film von Johannes Hano in einer neuen Fassung (erste Fassung ZDF 2012) geht den Verstrickungen von Atomlobby und Regierung nach. Selbst der japanische Premier mußte gehen, als er nicht mehr mitspielte. Die Recherchen zeigen: Es gab schon vor der Katastrophe ein Netz aus krimineller Energie, Lügen, Ignoranz und Vorteilsnahme, das die japanische Gesellschaft seit Jahren immer mehr durchdrang.
Außer dem japanischen Ex-Premierminister und weiteren Politikern berichten auch Insider der japanischen Atomindustrie von den gewissenlosen Machenschaften jenes „Atom-Dorfes“ von Lobbyisten, die ohne Rücksicht auf die Sicherheit der Bevölkerung ihre eigenen Karriere- und Profitinteressen verfolgten und noch heute verfolgen.

Spenden für das selbstverwaltete Gesunheitszentrum von Fukushima:

„Rote Hilfe e.V. – Ortsgruppe Königs Wusterhausen“
Konto 4007238318
bei der GLS-Bank, BLZ: 430 609 67
Kennwort: Fukushima-Klinik

Wir freuen uns, euch zu sehen.

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Pressemitteilung: Ausgewählte Legalität in Skouries, Halkidiki, Griechenland http://aprkw.blogsport.de/2014/03/07/pressemitteilung-ausgewaehlte-legalitaet-in-skouries-halkidiki-griechenland/ http://aprkw.blogsport.de/2014/03/07/pressemitteilung-ausgewaehlte-legalitaet-in-skouries-halkidiki-griechenland/#comments Fri, 07 Mar 2014 20:06:56 +0000 Administrator International http://aprkw.blogsport.de/2014/03/07/pressemitteilung-ausgewaehlte-legalitaet-in-skouries-halkidiki-griechenland/ Am Mittwoch, dem 19.02.2014 fand erneut Protest gegen Goldbergbau ( Hellas Gold S.A & Eldorado) in Halkidiki statt.

Die Protestierer beschwerten sich bei der Polizei, dass der Bau der Waldstraßen unter Nutzung von kontaminiertem Material aus den Mienen erfolgte. (Analysen hatte hohe Konzentrationen von Arsen und anderen Schwermetallen ergeben). Die Protestanten haben sich auch über das Vorhaben von Hellas Gold SA beschwert, illegale Kontainer in der Berwerkskonstruktion in Skouries aufzustellen.

Unter der Regierungsdoktrin „Recht und Ordnung“ wurden „Recht“ und „Ordnung“ widerhergestellt durch Mißhandlung der Demonstranten, vulgär -sexistisch-gegenüber Frauen, verletzend. Drei Leute wurden verhaftet. Ihnen werden Ungehorsam und illegale Gewalt vorgeworfen. Es ist bekannt, dass illegale Gewalt in Halkidiki immer von den Demonstranten und nie von der griechischen Polizei ausgeübt wird.

Die Polizei sagte in einem Statement, dass die Polizeikräfte nicht die Demonstranten attakiert hätten, sie aber allein durch ihre physische Präsenz entfernt hätten, was auch immer das heißen mag. Es wurden keine Angaben über die Beschwerden der Anwohner gemacht.

Der Vertreter von Hellas Gold S.A erklärte zu den Darstellungen der Nutzung gefährlicher Materialien in Straßenbau der Waldstraßen „Das Material, das wir zum Straßenbau nehmen, ist von den Mienen in dem Gebiet. Betreffs Probennahmen, jeder kann Proben nehmen.“ In freier Übersetzung, die Company will jedwedes billig verfügbares Material nutzen, und die Bewohner können Proben für ihre Sammlung nehmen. Sie sagen also, kommentierend aus Zeitmangel von der notwendigen Erlaubnis für die Container „Dieses Spiel mit den Lizenzen für die Container geht zu weit

Wir bauen nicht die Miene mit Lizenzen von den Stadtplanungsautoritäten, wir bauen sie mit Lizenzen, ausgegeben von angepassten Autoritäten.“ In freier Übersetzung, kompetente Autoritäten, sind die, die die Arbeit der Company erleichtern. Autoritäten die versuchen das Recht durchzusetzen, sind nicht autorisiert.

Wenn Ungerechtigkeit Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Original ist hier nachzulesen: http://soshalkidiki.gr/?p=8986

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Halkidiki – Reise nach Kakkavvos Wie Hellas Gold unser Leben verändert hat http://aprkw.blogsport.de/2014/02/23/halkidiki-reise-nach-kakkavvos-wie-hellas-gold-unser-leben-veraendert-hat-3/ http://aprkw.blogsport.de/2014/02/23/halkidiki-reise-nach-kakkavvos-wie-hellas-gold-unser-leben-veraendert-hat-3/#comments Sun, 23 Feb 2014 16:42:30 +0000 Administrator International http://aprkw.blogsport.de/2014/02/23/halkidiki-reise-nach-kakkavvos-wie-hellas-gold-unser-leben-veraendert-hat-3/ Übersetzung einer Reportage von Mary Kalyviotou- Kostas Papantoniou

veröffentlicht am 03.02.2014 auf der Webseite: soshalkidiki.wordpress.com
englische Übersetzung am 05.02.2014: Webseite soshalkidiki.gr

Itinerary to Kakkavos: How Hellas Gold has changed our lives
Reise nach Kakkavos: Wie Hellas Gold unser Leben verändert hat
Reportage: Mary Kalyviotou – Kostas Papantoniou

Sonnabend Nacht waren wir in einem der beiden „Blocks“ von Ierissos, schmalen Behelfsunterkünften an beiden Eingängen des Dorfes.
„Wenn die Aufstandsbekämpfungskräfte der Polizei in normale Häuser in Ierissos eindringen, brechen Türen, werden Kinder gewaltsam von ihren Eltern getrennt, Väter von ihren Familien und ins Gefängnis gebracht, das Dorf „blutet“. Diejenigen , die zurück blieben, haben sich entschieden, ihr eigenes „Gefängnis“ zu bauen. Sie blockieren die Eingänge zum Dorf und verlassen die Blockaden weder Tag noch Nacht.
Heute sind die Straßensperren immer noch lebende soziale Zellen. Einerseits, die Möglichkeit einer erneuten Polizeiinvasion des Dorfes besteht immer noch nach Meinung jedes Anwohners / Blockierers, die jede verdächtige Bewegung beobachten. Andrerseits sind die Blockaden zu Treffpunkten geworden, wo sich die Menschen treffen diskutieren und ihren Kampf organisieren. „ Wenn wir sie verlieren, verlieren wir den Kampf. Wir sind hier, wir kehren nicht in unsere Häuser zurück“.
Die Projekte von Hellas Gold, die Zerstörung der Berge und der Terror, den die Bewohner von Ierissos erfahren, hat ihr Leben entscheidend verändert. „Sie können sich nicht vorstellen, wie diese Sache uns einigt. Vor einiger Zeit konntest du jemanden auf der Straße treffen der nicht mal Guten Morgen wünschen konnte. Jetzt sehen wir uns in die Augen und wissen, was wir eiander wünschen“ sagt eine junge Mutter, die im zweiten Monat schwanger war, als Polizisten mit wütenden Schlägen das Auto, in dem sie saß attakierten, ihren Mann aus dem Auto zerrten, ihn schlugen und über die Straße schleiften.
Auf den Straßen, in Cafés und Travernen treffen wir Einheimische. Lizzie hört nicht auf, uns junge Männer und Frauen, ältere Menschen mit deutlichen Alterungszeichen in ihren Gesichtern zu zeigen. „ Er ist ein Terrorist. Und sie ist auch Terroristin. Und dieses Mädchen wurde mit erheblichen Kosten belastet. Wir laufen durchs Dorf und viele andere werden uns als „Terroristen“ gezeigt. „Hier war die ruhigste Gegend. Niemend aus unserem Dorf war jemals inhaftiert, hatte eine Strafakte, niemand. Wir lernten in der letzten Zeit das Wort Strafakte“ sagt eine Frau an der Blockade. Jetzt, über 200 Leute sind schwer angeklagt, die meisten davon sind jung. Nur, weil wir kämpfen, um unser Land, das Wasser, unsere Kinder unser Meer zu schützen.
Die Repression hat das Leben von jung und alt ruiniert. Kinderspiele haben sich verändert. Das klassische Versteckspiel und Fangen , das Generationen spielten, hat sich verwandelt: „In der Schule rufen Kinder Slogans und teilen sich selbst in zwei Gruppen, die eine Hälfte spielt Terrorist, die ander Hälfte Aufstandsbekämpfungspolizei“ beschreibt ein örtlicher Lehrer. „Wir müssen die Kinder zu Respekt zur Demokratie und den Gesetzen erziehen. Wenn sie solche Dinge erleben, antworten sie “ja aber“, sie haben Tränengas erlebt und die Verhaftung ihrer Eltern. Es bedeutet enormen Kraftaufwand, ihnen zu erklären, das das nicht normal für eine Demokratie ist. Das ist keine Demokratie.“
„Ich geb euch ein Beispiel“ sagt ein Großvater, „Früher, wenn die Kirchenglocke läutete, bekreuzigte sich mein Enkel. Nun sagt er mir: Großvater, laß und nach Hause gehen, sie kommen“. „Meine Enkelin“, ergänzt ein anderer Großvater, „ sah mich in schwarzer Kleidung und sagte zu mir: du bist nicht lieb, du bist böse. Ich erinnerte sie an einen Polizisten der Aufstandsbekämpfungspolizei.“
Leute beschreiben uns den Angriff der Aufstandbekämpfungspolizei auf das Dorf. Die Ereignisse werden noch mal lebendig, die Mutter eines Gefangenen verläßt aufgewühlt die Diskussion. „Ihr Kind wurde vor den Augen seiner Kinder abgeholt. Die Kinder haben geschrien, „was wird mit dir geschehen Papa?“ Und die Polizisten der Aufstandsbekämpfungseinheit antworteten, das ‘ das das letzte Mal ist, dass ihr ihn seht, er ist ein Terrorist‘. Ich habe Kinder im Teenageralter und sie haben panische Angst von dem, was wir im Dorf erlebt haben. Eins meiner Kinder hat einen Stock unter dem Bett, weil es Angst hat, dass sie zurück kommen und unsere Tür zerbrechen“ ergänzt eine andere Mutter. „Wir können abends nicht unsere Kinder anrufen, die Polizei erhebt Gebühren auf Telefon- Diskussionen“ beschwert sich ein Vater, der selbst und sein Kind verfolgt wird. „Entsprechend dem was wir hören, ist die Anklage fast so, als würde ein Mann des Versuches des vorsätzlichen Mordes, der Bildung und Teilnahme in kriminellen Organisationen angeklagt , genau wie ein Arbeiter in der Pizzeria, der Bestellungen annimmt. “ Die Pizza würde als Code für Gewehr und Pfeffer als Code für Molotow-Coctails angenommen.“
„Sie nahmen ihn ohne irgendwelche belastenden Beweise mit. Die Männer unseres Dorfes, Leute, die nie an irgend etwas Illegalem beteiligt waren, waren plötzlich im Gefängnis. „Wir sahen uns Forderungen gegenüber, die bisher nur die Terrorgruppe „17. November“erhalten hat“ sagt die Mutter einer verhafteten Person. Obwohl sie offensichtlich von diesem Fakt belastet ist, beteiligt sie sich aktiv am Widerstand gegen den Bergbau .“Sie besiegen ihre Angst ?“ fragen wir. „Logisch“ antwortet sie ohne zu zögern.
Außer der Unterdrückung der Bewegung der Einwohner des Gebietes begegnen wir noch einer weiteren Konsequenz der Aktivitäten von Hellas Gold. Die Auswirkungen der Produktionsaktivitäten sind bereits sichtbar. „Die Bienen sind bereits gestorben“ sagt ein Imker. „Sie erlauben keine Viehaltung, keine Landwirtschaft, niemand legt Hilfsprogramme auf, weil das Gebiet als Bergbaugebiet deklariert wurde.“ ergänzt ein Bauer.
In unserem Unternehmen da ist auch ein ein Bauarbeiter , Einwohner von M.Panagia, getauft von der Bewegung auf den Namen „Dikaiopoulus“ ein Held der Acharnians. „ Die Bauarbeiten hörten auf, wegen der ökonomischen Krise, aber der freie Fall der Bauaktivitäten begann, als das Gebiet als Berbaugebiet deklariert wurde.“ Die Goldadern in den Bergen jedoch, werden teuer in einer anderen Dimension: „In M. Panagia wurden die sozialen Bindungen zerstört. Wir haben eine Mutter mit zwei Kindern, eins arbeitet in dem Unternehmen, das andere hat ein Gerichtsverfahren. Denk nach über diese Mutter! Geschäfte werden geteilt, Familien werden geteilt, Seelen werden geteilt. Die Angestellten kamen her, wir kämpfen für das Land und das Unrternehmen beutet die Angestellten aus und säht Zwietracht.“

Der Berg verändert sich…
Am nächsten Morgen gehen wir gemeinsam mit Hunderten Demonstranten auf den Berg, den sensationellen Skouries. Der einzige enge Pfad wurde in der Breite verdreifacht mit Zement wurde eine Seite der Straße gesichert, um ein Abrutschen zu verhindern. Noch ist der Wald „präsent“ und lebendig. Einige hundert Meter später erreichen wir die erste Anlage von Hellas Gold, die von staatlichen Polizeikräften beschützt wird. Wir setzen unsere Reise fort, die Straßen werden immer breiter und wir erreichen einen Platz voller Bäume. Wir gehen im Wald bis wir die blaue Schranke und die Einzäunung sehen. Näher gekommen zeigt sich das Bild: Eine Linie, eine Grenze wurde in die Mitte des Berges gehackt, und dort, wo früher über die ganze Fläche ursprünglich Wald war, ist jetzt nur Erde zu sehen. Erde, Maschinen und Anlagen des Unternehmens.“Hier ist die Wäscherei des Unternehmens“ informiert uns jemand, der neben uns steht.
Wir setzen die Wanderung fort. Wir gehen kilometerweit zwischen Holzstapeln gefällter Bäume, links und rechts der Straße. Die Besichtigung endet abrupt, als wir an die Tore von anderen Einrichtungen von Hellas Gold, die auch von Aufstandsbekämpfungsploizeikräften geschützt werden, kommen. Dann treten wir wieder ein in jungfräulichen Wald. Um uns herum Efeu, Eichen, Buchen, Olivenbäume, Erdbeeren, Kastanien- alles mit Schnee bedeckt- und gelbes Laub, bedeckend unseren Weg. Überall sind Bäche, Quellen, Flüsse und Teiche, wo Familien im Sommer baden.
Die Szenerie ändert sich erneut abrupt. Von einem Plateau aus sehen wir vor uns eine Mondlandschaft.. Der Karatzas-Bach. Der größte Teil, ehemals dichter wilder Wald wurde beseitigt und rundherum liegt, was überlebt hat. „Wenn die Natur ärgerlich wird, bleibt nichts. Ich wünsche, sie soll ärgerlich werden und alles mit sich nehmen“ sagt ein Einwohner, der uns den ganzen Weg begleitet hat. „Dieser Platz, den sie hier sehen,“ sagt Dikaiopoulos und zeigt auf den Kontrast vor uns, „ändert sich viermal im Jahr auf unterschiedliche Weise. Dies allein ist Liebe. Was meint, ich liebte immer. Dann kam Hellas Gold und zerstörte meine Liebe. Was erwarten sie von mir für eine Reaktion? Was erwarten sie von einem liebenden Menschen für eine Reaktion? Wir werden gewinnen“…
Quelle: http://soshalkidiki.gr/?p=8986

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